Einer meiner Lehrer in der Höheren Graphischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt meinte mal: "Das papierlose Büro wird es nie geben."
Und er hatte sooo recht. Selbst im Zeitalter von Smartphones, Tablet und Co. bin ich nach wie vor ein Verfechter handschriftlicher Notizen und besitze sogar noch einen Papierkalender!
Wenn ich z.B.: in der Pfarre eine Sitzung oder Besprechung habe, so habe ich sämtliche Unterlagen digital auf meinem Tablet mit. Das spart mir viel Schlepperei. Aber da gibt es so den ein oder anderen Zettel, auf dem ich mir was notieren muss und den hab ich dann analog mit. Und meißtens ein heilloses Durcheinander in meiner Handtasche deswegen.
Damit hab ich heute Schluss gemacht und mir eine Tablet-Hülle genäht, in der auch genügend Patz für A4-Zettel (1x zusammengefaltet A5 groß) ist.
Material
Am besten eigenen sich fest Baumwollstoffe für so eine Tablet-Hülle. Falls der Baumwolltstoff zu dünn ist, kann man ihn gut und gern mit Bügelvlies verstärken (hab ich beim Aussenstoff so getan). Ausserdem braucht ihr:
-) Schere
-) Nähmaschine
-) farblich passendes Nähgarn
-) Gummiband
Zuschnitt
Da jedes Tablet andere Maße hat, kann ich euch hier nur die für mein Samsung Galaxy Tab 3 (8" Bildschirm) liefern:
1x Aussenstoff 32x26 cm
1x Futterstoff 32x26 cm
(1x Vlies 32x26 cm)
1x Lasche (Tablet) 19,6x26 cm
1x Lasche (Zettel) 29,6x26 cm
1x Gummiband 28 cm Länge
Nähen
Hier hab ich mich wieder sehr an der Anleitung für die Wickeltasche orientiert. Die Idee mit dem Gummiband stammt allerdings aus der Anleitung für die Pixi-Buch-Hülle…
…alles in allem ein Sammelsurium an Anleitungen ;-)
Wichtig ist: zuerst habe ich die beiden Laschen einmal schön links auf links gebügelt und mit einem kurzen Geradstich einmal abgesteppt. Danach werden die "Schichten" wie folgt zusammengelegt und -genäht:
-) Aussenstoff (schöne Seite nach oben, Gummiband ist links)
-) Laschen (schöne Seite nach unten, offene Seiten aussen)
-) Futterstoff (schöne Seite nach unten)
Zwischen den Laschen habe ich eine Wendeöffnung von ca. 4cm vorgesehen. Je fester der Stoff, desto größer sollte die Wendeöffnung sein, da sie sonst beim Wenden ausreissen kann.
Nach dem Wenden musste ich allerdings feststellen, dass ich entweder kein Rechenkönig bin und/oder mich vermessen habe, jedenfalls ist die Tasche ganze 2 cm zu "hoch" geraten…gut, kleiner nähen geht immer!
Also wieder zurückgewendet, bei 2 cm vom Rand (die lange Seite, die ich durchgenäht habe) eine Markierung gemacht und nochmal drübergenäht. Bei den Laschen und beim Gummiband nähe ich sicherheitshalber immer dreifach (vor-zurück-vor) drüber, damit die bei Gebrauch auch ja nicht ausreissen!
Kurz ein Stoßgebet gen Himmel schicken, wenden und siehe da: jetzt passt alles!
Ich wünsch euch viel Spaß beim Nachnähen!






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