Mittwoch, 25. Februar 2015

Wendy für den Rucksack

Meißten trage ich immer dieselben zwei Taschen mit mir herum: meinen blauen Jack-Wolfskin-Rucksack oder meine kleine blaue Vaude-Tasche…

…und weil ich es nicht mag, wenn Dinge farblich nicht zusammenpassen, hab ich mir eine neue Wendy passend zu meinen beiden Alltags-Taschen genäht ;-)





…und wieder geht was auf die Reise















Diese süße Muki-Pass-Hülle ist vor einigen Tagen auf die Reise gegangen - der oder die EmpfängerIn möchte allerdings anonym bleiben ;-)


Da lacht der Monk in mir

Vor einiger Zeit habe ich festgestellt, dass bei meinen Nähgarnen und -spulen das reinste Chaos herrscht.

Kurzerhand hab ich alle Garne mal farblich sortiert und dann festgestellt: ich habe keine Aufbewahrungsmöglichkeit, in der alle Spulen Platz finden.

Unlängst hat mein Mann in Wien Reginas Nähzubehör entdeckt und mir von dem Laden erzählt. Also hab ich ihn mit dem Auftrag, eine passende Aufbewahrungslösung zu finden, dorthin geschickt.

Zwar musste ich fast zwei Wochen Wartezeit in Kauf nehmen, aber dann kam sie: die ultimative Monk-Box:










-) alle Garnspulen passen rein
-) man kann sie so befestigen, dass sie nicht durcheinanderfallen
-) man kann sie verschließen, sodass nix verstaubt
-) man kann reinschauen, da sie transparent ist

Für die Unterfadenspulen hat er mir dann auch noch eine etwas kleinere Box mitgebracht. Die passten leider nicht in die Monk-Box!

Aber mit so perfekt sportiertem Nähgarn macht nähen gleich noch mehr Spaß…










…so wie dieses neue Patchworkkissen. Die Anleitung stammt aus dem Buch "Quilten im Handumdrehen" - einem meiner Lieblingsbücher!

Sonntag, 8. Februar 2015

Fläschen ans Bett!

Unsere Zwillinge sind mittlerweile für eine Sache ziemlich bekannt: für ihren Durst!

Oftmals trinken sie am Tag 1,5 Liter (Wasser) und auch nachts werden sie bis zu 3x wach, weil der Durst sie plagt (hier kann ich kurz Entwarnung geben: NEIN, sie sind keine Diabetiker…hamma schon testen lassen!).

So muss auch des Nächtens immer die Trinkflasche zur Hand sein, wenn sich die Herren melden. Bislang haben wir diese einfach vor dem Bett auf dem Boden stehen gehabt (nicht im Bettchen, weil sie da gern umfallen und ausrinnen…bäh!), was oft dazu führte, dass der Ehemann die ein oder andere Flasche im Halbschlaf umstieß, diese rollte dann unters Bett, er muss Licht aufdrehen, usw. Also eher unpraktisch.

Bei einer bekannten Fast-Food-Restaurantkette habe ich mir unlängst zwei Kunststoff-Getränkehalter geschnorrt, musste aber feststellen, dass die am Bett nicht halten.

Also hab ich mich heute hingesetzt und mir was anderes einfallen lassen, und liefere euch hiermit die Anleitung für genähte uns sogar gequiltete Fläschenhalterungen…los gehts!

ACHTUNG: diese Anleitung passt ausschließlich zu den Maßen von "Philipps Avent Natural" Flaschen. Solltet ihr andere Flaschen verwenden, müsst ihr die Maße entsprechend anpassen!









Material / Zuschnitt:
-) Eulenstoff im Maß 26,5 x 16,5 cm (Nahtzugabe enthalten)
-) orangefarbener Stoff im Maß 26,5 x 16,5 cm
-) Volumenvlies im Maß 28,5 x 18,5 cm (nur für den Fall, dass ihr die Tasche gern quilten möchtet!)
-) Schrägband, etwa 80cm
-) Nähmaschine
-) Stecknadeln
-) farblich passendes Nähgarn
-) Buntstift (nur für den Fall, dass ihr die Tasche gern quilten möchtet!)
-) Schere
-) Lineal

Nähen:









Schritt 1 - Die Schnüre vorbereiten:
Damit man die Flaschenhalter am Bettchen anbinden kann, braucht man 4 Schnüre. Ich habe diese aus Schrägband angefertig. Jedes Band ist am Ende etwa 20cm lang. Dazu schneidet ihr das Schrägband in entsprechende Länge und näht es einmal längst zusammen. Ihr könnt es aber auch - so wie ich - mittels Saumband zusammenbügeln, so erspart ihr euch eine Naht.









Schritt 1a - Den Oberstoff fürs Quilten vorbereiten:
Man muss die Tasche nicht unbedingt quilten, jedoch erhält sie durch diesen Schritt mehr Volumen und wird insgesamt stabiler. Legt dazu den Aussenstoff vor euch hin und macht alle 2cm mit einem Buntstift, der zum später verwendeten Nähgarn passt eine Linie über die kurze Seite.









Schritt 1b - Das Vlies:
Wenn ihr die Tasche wirklich quilten wollt, solltet ihr jetzt auch das Vlies zurechtschneiden und zwar ein paar cm größer als Aussen- und Futterstoff!










Schritt 2 - Schnüre anbringen, sowie Aussen- und Futterstoff zusammennähen:
Legt die fertigen Schnüre nun auf den Futterstoff. Die ersten beiden legt ihr links an der Mitte an, die beiden anderen etwa in der Mitte zwischen linker Kante und den ersten beiden Schnüren (sh. Foto).









Wenn die Schnüre gut festgesteckt sind, legt ihr den Aussenstoff darauf, die schöne Seite nach unten und näht die obere, lange Kante einmal mit einem kurzen Geradstich ab. An den Stellen, wo die Schnüre angenäht werden, nähe ich immer dreifach drüber (vor - zurück - vor), damit sie gut halten und nicht ausreissen können.









Bügelt die Naht gut auseinander, legt die beiden Teile links auf links und legt das zugeschnittene Volumenvlies dazwischen. Die angenähten Schnüre liegen nun aussen. Alles gut feststecken, denn jetzt wird gequiltet!









Schritt 2a - Quilten:
Jetzt näht ihr entlang der gezogenen Linien von oben (dort wo die Schnüre sind) nach unten. An der oberen Kante solltet ihr mit ein paar Stichen vernähen, unten könnt ihr gern nur einfach drübernähen. Beginnt am besten mit der Linie, die genau in der Mitte liegt und arbeitet euch abwechselnd nach aussen vor. So ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Vlies rausrutscht am geringsten!









Schritt 3 - Die Tasche zu einer Tasche machen:
Wenn ihr mit dem Quilten fertig seid legt ihr die Tasche entlang der langen Seite einmal rechts auf rechts zusammen und steckt sie gut fest. Jetzt näht ihr entlang der beiden Seiten mit einem kurzen Geradstich. Die Seite, an der die Schnüre rauskommen bleibt offen.









Schritt 4 - noch mehr Volumen schaffen:
Zu guter Letzt wird noch ein Abnäher gemacht, damit die Tasche nicht flach bleibt, sondern wirklich dreidimensional wird. Dadurch gehen die Flaschen auch leichter rein und wieder raus. Als erstes schneidet ihr die Nahtzugabe der beiden vorherigen Nähten ab. Danach faltet ihr die unteren Ecken auseinander, macht bei 2cm Höhe (von der Ecke aus gesehen) eine Markierung und näht einmal entlang dieser. Danach schneidet ihr den Zipfel einfach ab. Dasselbe macht ihr an der anderen Ecke. Dreht die Tasche nun um…sie ist fertig!










Und siehe da: die Flaschen passen perfekt in die Tasche und mithilfe der 4 Schnüre kann man sie perfekt am Bettchen anbinden! Die nächste durstige Nacht kann kommen!!!

Ich wünsche euch viel Spaß beim nachnähen!








Samstag, 7. Februar 2015

Der kleine Tischhelfer

Mein Mann pflegt immer zu sagen: "Das Genie überblickt das Chaos."

Nun, ich bin weder ein Genie, noch suche ich gern. Beim Nähen habe ich immer allerhand Utensilien neben mir liegen: Schere, Auftrenner, verschiedene Nähmaschinenfußerl, etc.etc.

Meißtens liegt das immer alles rechts von mir auf dem Tisch und nicht selten kommt es vor, dass ich das ein oder andere Teil dann suche, weil ich es im Näheifer vom Tisch gefegt hab und es im Mistkübel - der genau drunter steht - landet.

Damit habe ich heute Schluss gemacht und mir einen praktischen, unverrutschbaren Tischhelfer genäht:









Material / Zuschnitt:

-) geblümter Oberstoff im Maß 25 x 35 cm
-) 2x unifarbiger Unterstoff in den Maßen 25 x 35 cm
-) Volumenvlies im Maß 25 x 35 cm
-) geblümter Stoff f.d. Tasche im Maß 25 x 35 cm
-) Klettbänder (1x selbtklebend, 1x aufbügelbar)
-) Schere
-) Nähmaschine
-) Stecknadeln
-) farblich passendes Nähgarn

Nähen:

Als erstes legt ihr den für die Tasche zugeschnittenen Stoff einmal links auf links, bügelt diesen und steppt die nun entstandene lange Seite einmal ab.














Nun legt ihr die einzelnen Teile wie folgt - von unten nach oben -  zusammen:

1. unifarbiger Stoff (diese Lage verwende ich zusätzlich, da sich meine Nähmaschinennadel gern im Volumenvlies verhakt)
2. Volumenvlies
3. unifarbiger Stoff
4. Tasche
5. geblümter Stoff (schöne Seite nach unten)

Alles gut feststecken, einmal rundherum nähen (Geradstich) und eine Wendeöffnung von ca. 5cm offen lassen.









Bevor ihr wendet, könnt ihr die Nahtzugabe wieder knapp abschneiden.









Nach dem Wenden das Ganze einmal bügeln, die Wendeöffnung mit Nadeln zusammenstecken und zu guter letzt den gesamten Tischhelfer einmal rundherum absteppen (1/2 Nähfüßchen Breite)









Jetzt haben die Klettbänder ihren Auftritt. Auf die Rückseite des Tischhelfers bügelt ihr zunächst das "Männchen" (der Teil, der die scharfen Zacken hat).









Auf diese klettet ihr dann das passend zugeschnittene "Weibchen" (den "weichen" Teil). Nun zieht ihr die Klebefolie vom Weibchen ab und positioniert den Tischhelfer an seinem Platz. Gut festdrücken, damit das Weibchen auch wirklich am Tisch kleben klebt. Zur Not geht auch doppelseitiges Klebeband. Ich habe deswegen das Weibchen an den Tisch geklebt (und nicht das Männchen), dass, sollte ich den Tischhelfer mal weggeben, das weiche Teil am Tisch klebt und nicht das kratzige!









Fertig ist der Tischhelfer…bietet Platz für alles, was ich zum nähen brauche und vor allem schnell bei der Hand haben muss! Wer mag, kann natürlich die Tasche auch absteppen und somit "Unterteilungen" schaffen. Wie das funktioniert lest ihr am besten in meiner Anleitung für die Buntstiftrolle.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und viel Spaß beim nachnähen!

Mutti gefällt's

Letzte Woche rief mich meine Mutti an, um mich zu bitten, ihr eine neue Tischdecke zu nähen -











- gesagt, getan! Auch hier hab ich mein geliebtes Saumband verwendet, um die Kanten einmal umzubügeln. Dadurch sieht es einfach gerade und schöner aus!











Auch ihre Häkelnadelrolle hat sie längt in Verwendung!

Sonntag, 1. Februar 2015

Buntstiftrolle mit Papierfach…ein ausbaufähiger Prototyp









Gestern habe ich euch die Anleitung für eine Stifterolle präsentiert…heut hab ich gleich noch eine genäht, diesmal für meine Mutti und ihre viele Häkelnadeln :-)

ABER:
mir lies es keine Ruhe, dass man zwar wunderbar Stifte in dieser Rolle verstauen kann, aber was nutzen einem Stifte, wenn man nirgends drauf malen kann? Da muss man doch auch Din-A4-Papier drin verstauen können…die Tüftelei geht also los!

Zwar liefere ich euch hier und jetzt eine Anleitung, jedoch ist das erstmal ein Prototyp...ich bin nämlich mit der Umsetzung noch nicht zu 100% zufrieden - Anregungen werden dankend entgegen genommen!

Material/Zuschnitt:
1.) gemusterter Baumwollstoff (hier: Frösche) in folgenden Maßen:
-) 1x 27 x 36 cm
-) 1x 34,5 x 24,5 cm

2. unifarbigen Baumwollstoff (hier: grün) in folgenden Maßen:
-) 2x 27x 36 cm

3. unifarbigen Baumwollstoff (hier: gelb) in folgenden Maßen:
-) 1x 34,5 x 24,5 cm

4. Volumenvlies im Maß 27 x 36 cm
5. Bügelvlies im Maß 34,5 x 24,5 cm
6. farblich passendes Schrägband (hier: weiß)
7. Stecknadeln
8. ev. Label
9. Schere
10. farblich passendes Nähgarn
11. Nähmaschine
12. Schneiderkreide

Nähen:









Schritt 1 - Buntstifttasche:
Zunächst das Stoffstück (27 x 36 cm) links auf links zusammenfalten und mit dem Schrägband an der langen Kante absteppen.









Schritt 2 - Fächer nähen:
Das abgesteppte Stoffstück auf den (hier) grünen Stoff legen, feststecken und alle 1,5 cm mithilfe der Schneiderkreide eine Linie ziehen. Entlang dieser mittels Geradstich die Buntstifttasche am grünen Stoff festnähen!









Schritt 3 - Buntstifttasche fertigstellen:
Jetzt die Lagen wie folgt übereinanderlegen: grüner Stoff / Vlies / grüner Stoff / Buntstifttasche (schöne Seite nach unten) und alles gut feststecken. Nun werden die beiden kurzen und die obere lange Seite genäht. Nach dem Nähen die Nahtzugabe so knapp wie geht abschneiden (und ggf. einendeln) und die Tasche wenden.









An der oberen langen Seite, die ich genäht habe, hab ich auch wieder ein weißes Schrägband angenäht.









Schritt 4 - Papierfach:
Zunächst bügelt ihr auf die Rückseite des bedruckten Stoffstücks (hier: Frösche im Maß 34,5 x 24,5 cm) das Vlies. Damit wird der Stoff etwas fester und lässt sich später auch besser rollen. Jetzt legt ihr den unifarbigen "Futterstoff" (hier: gelb) rechts auf rechts und näht wie schon bei der Buntstifttasche die beiden kurzen und die obere, lange Seite mit einem Geradstich. Die oberen Ecken habe ich wieder abgerundet genäht, man kann sie freilich aber auch gerade lassen. Auch hier wieder die Nahtzugabe abschneiden und wenden. Hier wird aber noch nicht abgesteppt!!










Schritt 5 - zusammenbringen was zusammengehört:
Legt die Lagen nun wie folgt übereinander:
-) Papierfach (Aussenstoff liegt oben)
-) Schnüre zum zusammenbinden der Rolle (diese hab ich aus dem Schrägband gemacht)
-) Label (optional)
-) Buntstifttasche (Fächer schauen nach unten)

Alles gut feststecken und beginnend an der Oberkante der Buntstifttasche die beiden kurzen Seiten und die lange untere Seite zusammennähen. Auch die unteren Ecken habe ich wieder rund genäht. Jetzt wird die Nahtzugabe wieder knapp abgeschnitten und ggf. eingeendelt.

Jetzt könnt ihr die Tasche wenden - achtet darauf, alle Ecken/Rundungen gut auszuarbeiten, sonst entstehen seltsam aussehende Wülste!









Schritt 6 - Absteppen:
Wer möche kann jetzt alles rundherum absteppen, ist aber nicht zwingend notwendig. Dafür müsst ihr die Tasche vorher gut bügeln und die Nahtkanten gut feststecken, damit alles schön an seinem Platz bleibt.

Mein Prototyp hat den ersten Test bestanden: sowohl die Buntstifte, als auch das Din-A4-Papier passen problemlos hinein. Allerdings bin ich mit der Anordnung von den beiden Taschen noch nicht ganz zufrieden…ich bleib am Ball!










Ich wünsch euch viel Spaß beim nachnähen!