Mittwoch, 19. November 2014

Mützenparade

Langsam wirds richtig richtig kalt und brrrrrr draussen - und weil ich immer gern eine zum Outfit passende Mütze trage, wurds an der Zeit, mir zwei noch fehlende Farben zuzulegen.

Aber was liegt da näher, als sie selber zu machen?















Dank einer watscheneinfachen Anleitung von myboshi ging das Ratzfatz und nun hab ich zwei neue Hauben im Schrank :-)











…und wer sagt, dass man beim Häkeln keinen Spaß haben darf?


Häkeln to go…

Dem ein oder anderen aufmerksamen Leser ist wahrscheinlich aufgefallen, dass ich neuerdings das Häkeln für mich entdeckt habe - nicht zuletzt Dank meiner ehemaligen Schulkollegin Edith, die einem das Häkeln mit den tollen Sachen, die sie in ihrer Crocheteria zaubert, echt schmackhaft machen kann!

Blöd ist allerdings, wenn man auswärst ist und gern häkeln würde, z.B.: in der Bahn oder bei einem langweiligen Vortrag…wohin mit den Sachen? Nadeln, Schere, Wolle, eventuell eine Häkelanleitung…das ist ganz schön viel Klumpat und da hatte ich die zündende Idee (die warscheinlich nicht neu ist, aber wurscht!): eine Häkeltasche!

Was muss die können?

-) nicht allzu groß und unhandlich
-) sicheren Platz für Nadeln und Schere
-) und Verstaumöglichkeit für eventuelle Anleitungen

Also, dann ran an den Speck:

Material:
-) Baumwollstoffe in verschiedenen Farben oder Mustern
-) Stecknadeln
-) Nähmaschine
-) farblich passendes Nährgarn
-) Bügeleisen
-) eure Häkelutensilien als Maßstab

Zuschnitt:










-) Aussenstoff 2 Stück 25x35cm
-) Futterstof 2 Stück 25x35cm
-) Einstecktasche für Nadel 1 Stück 30x20cm
-) Einstecktasche für Anleitungen 1 Stück 25x40cm
-) Henkel 2 Stück 12x60cm

Nähen:









Als erstes habe ich die beiden Einstecktaschen "hübsch" genäht - sprich: einmal in der Mitte rechts auf rechts klappen und am Bruch einmal gerade abnähen. Das sieht danach, wenn die Tasche fertig ist, einfach schöner aus!









Als nächstes braucht ihr eure Häkelutensilien. Legt dazu ein Stück vom Futterstoff auf den Tisch vor euch (schöne Seite nach oben) und darauf den Stoff für die Einstecktasche. Ordnet eure Utensilien an, wie ihr sie gerne in der Tasche hättet. Ihr habe z.B.: die Häkelnadeln nach Stärke sortiert ;-)









Näht nun ganz links ein paar Zentimeter vom Rand entfernt die Einstecktasche einmal am Futterstoff fest (so kann euch der Stoff auch nicht mehr verrutschen). Danach nehmt ihr z.B.: die Schere, legt sie unter den Einsteckstoff und markiert euch mit einem sogenannten Masking Tape (es geht auch Malerkrepp), wo eure zweite Naht sein soll. Steckt alles gut fest und kontrolliert, ob der obere Stoff auch wirklich nicht plan auf dem Futterstoff aufliegt, sondern eine kleine "Beule" hat. Jetzt könnt ihr entlang des Klebestreifens einmal gerade runternähen, aber bitte nicht aufs vernähen vergessen!









So sieht das dann aus, wenns fertig ist.









Jetzt werden die beiden Aussenstoffteile und die beiden Futterstoffteile rechts auf rechts gelegt und an 3 Seiten zusammengenäht. Dabei ist vor allem beim Futterteil drauf zu achten, dass oben auch oben bleibt, sonst könnt ihr später eure Häkelnadeln nicht in die soeben genähten Einstecktaschen stecken! Vergesst nicht, auch den Stoff für die Einstecktasche für etwaige Anleitungen zwischen die Stoffe zu legen, wenn ihr sie rechts auf rechts zusammennäht.

Ab jetzt läuft das weitere Nähen genauso wie beim Wendeshopper "Wendy" von Pattydoo…ihr könnt gerne dem Link folgen, um euch das Nähvideo anzuschauen, ich liefere euch hier nur die weiteren Schritt als Fotolovestory ;-)

Abnäher von ca. 2.5cm









Henkel annähen









beide Teile rechts auf rechts
ineinanderstecken und
zusammennähen -
- Wendeöffnung nicht vergessen!











bitte wenden!










Wendeöffnung zusammenstecken
und einmal rund herum die
Tasche absteppen











…und schon ist die Wendetasche fertig!














Von aussen schaut sie völlig harmlos aus…wie ein Shopper eben!
















Aber wehe, wenn sie losgelassen  - um zu zeigen, was jetzt alles wie reinpasst, habe ich die Tasche für's Foto einmal für euch gewendet und gefüttert!

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim nachnähen!


Sonntag, 2. November 2014

Da bekommst du keinen dicken Hals

Unsere Kinder sind gerade im Enspurt was ihre Zähne angeht: beiden fehlen "nur" noch 4 Backenzähne, dann simma durch - Gottseidank!

Aber nichtsdestotrotz: wenn so ein Zahn anschiebt, hat man das Gefühl, die Kinder überfluten die ganze Wohnung. Da isses praktisch, wenn man ihnen unter Tags ein hübsches Spuklätzchen umhängt, damit man nicht 5x am Tag die Kleidung wechseln muss, weil das Kind bis zum Bauchnabel nass ist ;-)

Bei "Pattydoo" bin ich auf ein kostenloses Schnittmuster gestoßen und habe mich sogleich an die Maschine gesetzt.










Erstmal aber Stoffe ausgewählt. Damits die Tücher schön weich und kuschelig sind, hab ich für die Rückseite braunen und blauen Fleece ausgesucht, für vorn schöne, bunte und vor allem kindergerechte Motive :-)











Alles schön entsprechend der Vorlage auschneiden und zusammengestecken, dann kanns auch schon losgehen!









Die Nahtzugabe schneide ich danach immer ab.









Um die Wendeöffnung einfacher schließen zu können, habe ich die Tücher nach dem Wenden einma knapp am Rand abgesteppt. Dadurch hat das Tuch mehr Stabilität und behält auch seine Form, wenn es die Kinder tragen UND die Wendeöffnung wird automatisch mit zugenäht…Teufel!










Und weil ich Klettverschlüsse sooooo sehr hasse (meine Nadeln verfangen sich beim annähen immer darin *grrrrr*), habe ich diesmal Camsnaps verwendet. Die kosten normalerweise ein Schweinegeld und zudem muss man sich auch diverses Werkzeug dazukaufen, weil man die Plastikknöpfe natürlich nicht mit einer normalen Zange einsetzen kann (dann brechen sie nämlich!). Aber gottseidank gibt es Läden wie Eduscho/Tchibo mit ihren Themenwochen. Eher zufällig bin ich neulich bei einem vorbeigekommen und habe da in der Auslage das Set zu einem unverschämt günstigen Preis (inklusive Werkzeug!!) gesehen und sofort mitgenommen.
Daraus hab ich farblich passende Knöpfe ausgesucht und gemäß der Anleitung angebracht…erfordert zwar ein wenig Übung, aber wenn man den Dreh mal draussen hat, gehts ruckizuckieinfach!













Und fertig sind die "Zahnungsmanschetten" ;-)


Amigurumi…oder: nach 20 Jahren mal wieder eine Häkelnadel in Händen

Viele Damen beginnen ja mit Eintritt in den Mutterschutz (oder schon davor) mit dem Stricken und Häkeln…war bisher nicht so meines, muss ich ehrlich zugeben.

Aber Donnerstag hatte der Diskonter "Hofer" (den germanischen LeserInnen als "Aldi" bekannt) ein Amigurumi-Set für Einsteiger im Angebot, was mich zu dem Gedanken führte: "Warum eigentlich nicht?"

…kann ja schließlich so schwer nicht sein!














Gesagt, getan, gekauft und sofort losgelegt. Das letzte Mal hatte ich in der Volksschule eine Häkelnadel in der Hand und damals reichte es grad mal für einen Topflappen, den meine Mama nie verwendet hat, weil er soooo selten hässlich geworden ist ;-)

Aber mit ein bisi Hausverstand und mitzählen stellte sich das Projekt Amigurumi als machbar dar…










Kopf und Körper waren jetzt keine besonders große Challenge (bis auf das mitzählen…ich als Zahlenlegasthenikerin steh da echt im Wald), bei Armen und Beinen sah es dann schon etwas anders aus…















…aber auch das hab ich gemeistert. Zwar sind Arme und Beine krumm und schief, aber ich sag mal so: der Affe, der mehr wie eine Maus ausschaut, hat definitiv Charakter!

Es wird nicht mein letztes Amigurumi gewesen sein…!