Dienstag, 23. Dezember 2014

* Frohe Weihnachten * Merry Christmas * Felice Navidad *

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ich wünsche Dir ein besinnliches, zauberhaftes und buntes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2015!


Aus gut mach noch besser

Heute beim Baumschmücken musste ich das ein oder andere Mal rund um den Laufstall meiner Zwillinge laufen, um an den Baum zu gelangen. Dieser steht nämlich als "Absperrgitter" zwischen Sofa und Bücherregalen, damit meine Turbotwins nicht ständig in Versuchung kommen, sämtliche Regalbretter auszuräumen ;-)









Aber die Funktion eines Laufstalls hat das Ding schon lange nicht mehr, vielmehr wird er unter Tags als Rückzugsort genutzt, wenn einem Kind der Bruder mal wieder zuviel wird. Um diesen Charakter etwas zu unterstreichen, werfe ich schon seit mehreren Wochen immer wieder eine Decke drüber, damit das ganze Höhlencharakter bekommt.

Aber wie Kinder ebenso sind, liegt die Decke dann ned lang oben - sie sind halt doch Wildfänge ;-)

Heute, an einem meiner kinderfreien Tagen, kam mir dann doch die zündende Idee: ich nähe einen Überwurf für die Höhle!

In meinem Stoff-Fundus bin ich dann schnel fündig geworden: vor einigen Monaten habe ich beim Textil Müller in Kritzendorf einen unverschämt günstigen Fleece-Stoff gefunden und davon gleich 7 Meter gekauft…aber so viele Loops und Schals kann ich damit gar nicht nähen, also wird der jetzt anders verwurstet!














Die Maße sind freilich für jeden Laufstall anders. Und die Abmesserung erforderte längst eingeschlafene Mathematik-Kenntisse (wie geht nochmal Winkelmessen???), aber dann isses eigentlich ganz einfach: Stoff zusammenlegen (am besten gleich rechts auf rechts), Schnitt auf den Stoff übertragen und ausschneiden.











An ingesamt 9 Stellen habe ich je zwei Streifen desselben Stoffes eingelegt (und später mitgenäht), das werden die Schleifen, mit denen man den Überwurf dann am Laufstall festbinden kann.









An ebendiesen Stellen habe ich sicherheitshalber dreimal drübergenäht. Damit die Schleifen gut halten!

Nach dem Wenden habe ich alles schön ausgearbeitet, nochmals festgesteckt und sicherheitshalber nochmal mit einem Füßchen Breite abgesteppt. So kann ich mir wirklich sicher sein, dass die Schleifen halten - ausserdem siehts ordentlicher aus und die Wendeöffnung wird so auch gleich mit verschlossen!









Fertig ist der Überwurf!









Und der Bär Alois fühlt sich in seiner neuen Höhle auch sichtlich wohl :-)

Montag, 8. Dezember 2014

…und Tasche für Leseratten

Als weltbekannte Leseratte (oder auch von meinem Chef liebevoll Büchermessie genannt *g*) hasse ich es, wenn meine Bücher Eselsohren oder gar Flecken abkriegen…deswegen verborge ich Bücher auch sooo ungern.

Um meine Bücher (also zumindest die Taschenbücher) ein wenig vor Umwelteinflüssen zu schützen, habe ich mich heut rangesetzt und mir eine neue Schutzhülle genäht, die auf sämtliche Taschenbücher unterschiedlicher Seitenzahl passt.









Material:
-) verschiedene Baumwollstoffe
-) Bügelvlies
-) Gummiband
-) Nähmaschine
-) passendes Nähgarn
-) Schere









Zuschnitt:
aus dem Aussen- und Futterstoff schneidet ihr je 1x folgende Stücke

-) 36,5 x 21,5 cm (insg. 2)
-) 8,5 x 21,5 cm (insg. 2)

Das Bügelvlies schneidet ihr einmal in den Maßen 36,5 x 21,5 cm zu, das Gummiband auch einmal mit einer Länge von etwa 23 cm.









Nähen:
Als erstes habe ich mich um die Einstecktasche (f.d. Buckrücken) gekümmert. Die beiden Teile werden rechts auf rechts gelegt und an einer langen Seite zusammengenäht. Wer möchte, kann in dieser Naht so wie ich ein Label anbringen.

Anschließend näht ihr das Gummiband auf die rechte (schöne) Seite des Futterstoffes, etwa 2,5cm vom rechten Rand entfernt und innerhalb der Nahtzugabe!









Wir sind jetzt auch schon fast fertig, jetzt gilt es, alle Lagen richtig übereinander zu legen und alles zu einem großen Ganzen zu nähen. Also legt die einzelnen Lagen wie folgt auf:

1. Aussenstoff (schöne Seite nach oben)
2. Einstecktasche für den Buchrücken (schöne Seite nach unten) auf die rechte Kante des Aussenstoffes
2. Futterstoff (schöne Seite nach unten) mit dem Gummiband an der linken Kante des Aussenstoffes

Jetzt alles mit 7,5mm Nahtzugabe (= ein Nähfüßchen breit) zusammennähen und eine Wendeöffnung von etwa 7cm offen lassen.










Der spannenste Moment beim Nähen: bitte wenden (und hoffen, dass alles passt *g*)!









Einmal kurz drüberbügeln und checken, ob wirklich alle Laschen, Gummis, etc. an ihrem richtigen Platz gelandet sind. In diesem Fall: JA, also: Wendeöffnung schließen und alles nochmal schön platt und faltenfrei bügeln!














Jetzt kann das Buch in sein neues Verhüterli einziehen. Den linken (vorderen) Buchrücken steckt ihr einfach in die genähte Tasche rein. Dann wickelt ihr den Umschlag einmal um das Buch herum und schlagt die Seite mit dem Gummiband um den rechten (hinteren) Buchrücken. Mit dem Gummi befestigt ihr den Buchrücken in der nun entstandenen "Tasche" und *Trommelwirbel* euer Buch ist geschützt!









Ich wünsche euch wieder mal viel Spaß beim nachnähen!


Tasche für Schreiberleins…

Neulich habe ich euch doch eine Anleitung für eine Häkeltasche geliefert…

…heute hab diese Tasche in meiner täglichen Mittagspause (das ist die Zeit, wo unsere Zwillinge Mittagsschlaf halten *g*) ein wenig umgeändert und mir daraus eine Tasche genäht, wo sämtliche Schreibutensilien reinpassen

Unter anderem sollte mein Tagebuch, meine Stifte und mein nagelneuer Wegbegleiter von Nadine (Buntraum) hineinpassen, also: ran an die Nähmaschine!

Material:
 -) verschiedene Stoffe
-) Kreppband/Masking Tape
-) Nähmaschine
-) passendes Nähgarn
-) Schere

Zuschnitt:
Maße kann ich euch diesmal leider keine liefern, da ich 1. nicht mitgeschrieben habe und 2. ja die Tasche auf _meine_ Schreibutensilien zugeschnitten ist. Aber das macht nix. Um die Maße zu bekommen, messt ihr z.B.: euer Tagebuch ab, und nehmt dann die Höhe x (Breite + Tiefe x2)…fertig ist das Maß!
Für die Aussentaschen nehmt ihr dieselben Maße, bloß eben kürzer. Lediglich bei der Tasche für die Stifte müsst ihr beachten, dass diese ja mit "Falten" aufgenäht wird, daher muss dieser Zuschnitt ein wenig breiter erfolgen, als die Tasche selber!

Nähen:
Im Prinzip geht ihr vor wie bei meiner Anleitung für die Häkeltasche, bloß, dass ich hier keine Hänkel angebracht habe - ich weiß, ich mach es mir grad unglaublich einfach!

Rückansicht -
mit Fach für
Stifte und kleinen
Notizblock
















Vorderansicht













Und hier die
kleine Einsteck-
tasche nochmal im Detail

Mittwoch, 19. November 2014

Mützenparade

Langsam wirds richtig richtig kalt und brrrrrr draussen - und weil ich immer gern eine zum Outfit passende Mütze trage, wurds an der Zeit, mir zwei noch fehlende Farben zuzulegen.

Aber was liegt da näher, als sie selber zu machen?















Dank einer watscheneinfachen Anleitung von myboshi ging das Ratzfatz und nun hab ich zwei neue Hauben im Schrank :-)











…und wer sagt, dass man beim Häkeln keinen Spaß haben darf?


Häkeln to go…

Dem ein oder anderen aufmerksamen Leser ist wahrscheinlich aufgefallen, dass ich neuerdings das Häkeln für mich entdeckt habe - nicht zuletzt Dank meiner ehemaligen Schulkollegin Edith, die einem das Häkeln mit den tollen Sachen, die sie in ihrer Crocheteria zaubert, echt schmackhaft machen kann!

Blöd ist allerdings, wenn man auswärst ist und gern häkeln würde, z.B.: in der Bahn oder bei einem langweiligen Vortrag…wohin mit den Sachen? Nadeln, Schere, Wolle, eventuell eine Häkelanleitung…das ist ganz schön viel Klumpat und da hatte ich die zündende Idee (die warscheinlich nicht neu ist, aber wurscht!): eine Häkeltasche!

Was muss die können?

-) nicht allzu groß und unhandlich
-) sicheren Platz für Nadeln und Schere
-) und Verstaumöglichkeit für eventuelle Anleitungen

Also, dann ran an den Speck:

Material:
-) Baumwollstoffe in verschiedenen Farben oder Mustern
-) Stecknadeln
-) Nähmaschine
-) farblich passendes Nährgarn
-) Bügeleisen
-) eure Häkelutensilien als Maßstab

Zuschnitt:










-) Aussenstoff 2 Stück 25x35cm
-) Futterstof 2 Stück 25x35cm
-) Einstecktasche für Nadel 1 Stück 30x20cm
-) Einstecktasche für Anleitungen 1 Stück 25x40cm
-) Henkel 2 Stück 12x60cm

Nähen:









Als erstes habe ich die beiden Einstecktaschen "hübsch" genäht - sprich: einmal in der Mitte rechts auf rechts klappen und am Bruch einmal gerade abnähen. Das sieht danach, wenn die Tasche fertig ist, einfach schöner aus!









Als nächstes braucht ihr eure Häkelutensilien. Legt dazu ein Stück vom Futterstoff auf den Tisch vor euch (schöne Seite nach oben) und darauf den Stoff für die Einstecktasche. Ordnet eure Utensilien an, wie ihr sie gerne in der Tasche hättet. Ihr habe z.B.: die Häkelnadeln nach Stärke sortiert ;-)









Näht nun ganz links ein paar Zentimeter vom Rand entfernt die Einstecktasche einmal am Futterstoff fest (so kann euch der Stoff auch nicht mehr verrutschen). Danach nehmt ihr z.B.: die Schere, legt sie unter den Einsteckstoff und markiert euch mit einem sogenannten Masking Tape (es geht auch Malerkrepp), wo eure zweite Naht sein soll. Steckt alles gut fest und kontrolliert, ob der obere Stoff auch wirklich nicht plan auf dem Futterstoff aufliegt, sondern eine kleine "Beule" hat. Jetzt könnt ihr entlang des Klebestreifens einmal gerade runternähen, aber bitte nicht aufs vernähen vergessen!









So sieht das dann aus, wenns fertig ist.









Jetzt werden die beiden Aussenstoffteile und die beiden Futterstoffteile rechts auf rechts gelegt und an 3 Seiten zusammengenäht. Dabei ist vor allem beim Futterteil drauf zu achten, dass oben auch oben bleibt, sonst könnt ihr später eure Häkelnadeln nicht in die soeben genähten Einstecktaschen stecken! Vergesst nicht, auch den Stoff für die Einstecktasche für etwaige Anleitungen zwischen die Stoffe zu legen, wenn ihr sie rechts auf rechts zusammennäht.

Ab jetzt läuft das weitere Nähen genauso wie beim Wendeshopper "Wendy" von Pattydoo…ihr könnt gerne dem Link folgen, um euch das Nähvideo anzuschauen, ich liefere euch hier nur die weiteren Schritt als Fotolovestory ;-)

Abnäher von ca. 2.5cm









Henkel annähen









beide Teile rechts auf rechts
ineinanderstecken und
zusammennähen -
- Wendeöffnung nicht vergessen!











bitte wenden!










Wendeöffnung zusammenstecken
und einmal rund herum die
Tasche absteppen











…und schon ist die Wendetasche fertig!














Von aussen schaut sie völlig harmlos aus…wie ein Shopper eben!
















Aber wehe, wenn sie losgelassen  - um zu zeigen, was jetzt alles wie reinpasst, habe ich die Tasche für's Foto einmal für euch gewendet und gefüttert!

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim nachnähen!


Sonntag, 2. November 2014

Da bekommst du keinen dicken Hals

Unsere Kinder sind gerade im Enspurt was ihre Zähne angeht: beiden fehlen "nur" noch 4 Backenzähne, dann simma durch - Gottseidank!

Aber nichtsdestotrotz: wenn so ein Zahn anschiebt, hat man das Gefühl, die Kinder überfluten die ganze Wohnung. Da isses praktisch, wenn man ihnen unter Tags ein hübsches Spuklätzchen umhängt, damit man nicht 5x am Tag die Kleidung wechseln muss, weil das Kind bis zum Bauchnabel nass ist ;-)

Bei "Pattydoo" bin ich auf ein kostenloses Schnittmuster gestoßen und habe mich sogleich an die Maschine gesetzt.










Erstmal aber Stoffe ausgewählt. Damits die Tücher schön weich und kuschelig sind, hab ich für die Rückseite braunen und blauen Fleece ausgesucht, für vorn schöne, bunte und vor allem kindergerechte Motive :-)











Alles schön entsprechend der Vorlage auschneiden und zusammengestecken, dann kanns auch schon losgehen!









Die Nahtzugabe schneide ich danach immer ab.









Um die Wendeöffnung einfacher schließen zu können, habe ich die Tücher nach dem Wenden einma knapp am Rand abgesteppt. Dadurch hat das Tuch mehr Stabilität und behält auch seine Form, wenn es die Kinder tragen UND die Wendeöffnung wird automatisch mit zugenäht…Teufel!










Und weil ich Klettverschlüsse sooooo sehr hasse (meine Nadeln verfangen sich beim annähen immer darin *grrrrr*), habe ich diesmal Camsnaps verwendet. Die kosten normalerweise ein Schweinegeld und zudem muss man sich auch diverses Werkzeug dazukaufen, weil man die Plastikknöpfe natürlich nicht mit einer normalen Zange einsetzen kann (dann brechen sie nämlich!). Aber gottseidank gibt es Läden wie Eduscho/Tchibo mit ihren Themenwochen. Eher zufällig bin ich neulich bei einem vorbeigekommen und habe da in der Auslage das Set zu einem unverschämt günstigen Preis (inklusive Werkzeug!!) gesehen und sofort mitgenommen.
Daraus hab ich farblich passende Knöpfe ausgesucht und gemäß der Anleitung angebracht…erfordert zwar ein wenig Übung, aber wenn man den Dreh mal draussen hat, gehts ruckizuckieinfach!













Und fertig sind die "Zahnungsmanschetten" ;-)


Amigurumi…oder: nach 20 Jahren mal wieder eine Häkelnadel in Händen

Viele Damen beginnen ja mit Eintritt in den Mutterschutz (oder schon davor) mit dem Stricken und Häkeln…war bisher nicht so meines, muss ich ehrlich zugeben.

Aber Donnerstag hatte der Diskonter "Hofer" (den germanischen LeserInnen als "Aldi" bekannt) ein Amigurumi-Set für Einsteiger im Angebot, was mich zu dem Gedanken führte: "Warum eigentlich nicht?"

…kann ja schließlich so schwer nicht sein!














Gesagt, getan, gekauft und sofort losgelegt. Das letzte Mal hatte ich in der Volksschule eine Häkelnadel in der Hand und damals reichte es grad mal für einen Topflappen, den meine Mama nie verwendet hat, weil er soooo selten hässlich geworden ist ;-)

Aber mit ein bisi Hausverstand und mitzählen stellte sich das Projekt Amigurumi als machbar dar…










Kopf und Körper waren jetzt keine besonders große Challenge (bis auf das mitzählen…ich als Zahlenlegasthenikerin steh da echt im Wald), bei Armen und Beinen sah es dann schon etwas anders aus…















…aber auch das hab ich gemeistert. Zwar sind Arme und Beine krumm und schief, aber ich sag mal so: der Affe, der mehr wie eine Maus ausschaut, hat definitiv Charakter!

Es wird nicht mein letztes Amigurumi gewesen sein…!


Dienstag, 23. September 2014

Leseknochen wohin man schaut

Der Leseknochen, den ich euch neulich vorstellt habe, ist einfach so praktisch, dass ich entdeckt habe, dass bei uns im Haus Mehrbedarf besteht…denn schließlich wird bei uns nicht nur im Wohnzimmer gelesen.









Daher hab ich mir erstmal einen feschen grauen genäht, passend zum Interieur unseres Schlafzimmers.

Und weil ich es mag, mit Größen und Varianten herumzuexperimentieren, habe ich mir das Schnittmuster aus dem Freebook nochmals ausgedruckt, diesmal allerdings im A3-Format. Heraus kam dieser XXL-Leseknochen.
















Als besonderes Gimmik hab ich bei diesem Knochen einen Reissverschluss mit eingenäht. Beim "normal" großen reicht leider der Platz nicht aus. Aber hier hab ich einen passenden Reissverschluss in meinem Sammelsurium (die kauf ich übrigens immer in großen Mengen bei "Textil Müller" um gerade mal 0.50 € pro Stück!) gefunden und ruckzuck eingenäht - das spart einem das rumwurschteln mit der Wendeöffnnung und macht es leichter, den Knochen auch mal zu waschen: einfach Füllwatte raus, rein in die Waschmaschine und gut ist!